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    <title>Lars Beckers Weblog - Tacheles</title>
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    <description>Aussichten und Ansichten</description>
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<pubDate>Fri, 14 Mar 2008 02:15:14 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Lars Beckers Weblog - Tacheles - Aussichten und Ansichten</title>
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    <title>Überkommene Normen und menschliches Leid</title>
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            <category>Tacheles</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Lars Becker)</author>
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    &lt;p&gt;Zwei Meldungen weckten heute in besonderer Weise mein Interesse und meine
    Wut. Beide drehen sich um die Frage was recht bzw. Recht ist.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Frage 1: Sterbehilfe&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;In Frankreich, so schreibt die SZ, entbrenne die 
    &lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zdWVkZGV1dHNjaGUuZGUvcGFub3JhbWEvYXJ0aWtlbC84NzAvMTYzNDE0Lw==&amp;amp;entry_id=129&quot; title=&quot;http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/870/163414/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/870/163414/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Diskussion
        um die Sterbehilfe&lt;/a&gt; neu. Das ist der erfreuliche Teil der Nachricht. Der
    unerfreulich ist der Anlaß:&lt;/p&gt;

&lt;BLOCKQUOTE&gt;
    &lt;p&gt;In einem Appell hat sie Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy angefleht, dass
        ihr zum Tod verholfen werde. Sie hält es nicht mehr aus, selbst stärkste
        Medikamente bringen keine Linderung, unablässig wächst der Tumor. &quot;Ich
        fühle mich buchstäblich aufgefressen vom Schmerz&quot;, sagt sie.&lt;/p&gt;
    &lt;p&gt;Auf früheren Fotos ist die ehemalige Lehrerin noch als fröhliche,
        lebensbejahende Frau zu sehen. Als vor sieben Jahren die extrem seltene
        Krebserkrankung - Esthesioneuroblastome - diagnostiziert wurde, ahnte
        sie nicht, was ihr bevorstand. Der Tumor in der Nasenhöhle ist nicht zu
        operieren. Er ist inzwischen größer als ein Tennisball, drückt Nase und
        Augen nach außen. Seit kurzem ist sie erblindet.&lt;/p&gt;
&lt;/BLOCKQUOTE&gt;

&lt;p&gt;Ich will dazu gar nicht viel sagen. Außer, dass es mich aufregt, dass aufgrund
    dummer, &lt;em&gt;menschenverachtender religiöser Doktrinen&lt;/em&gt;, leidenden Menschen,
    die gut begründet aus dem Leben scheiden wollen, dieser Wunsch verwehrt bleibt,
    selbst dann, wenn ein Weiterleben unmenschliches Leiden bedeutet. Bezeichnend für die
    Debatte ist auch hier wieder einmal die Argumentationslosigkeit bornierter
    Christen, die offenbar leider noch immer viel zu oft der Auffassung sind, dass
    (extreme) Leiden eine spirituelle oder religiöse Qualität haben, ja offenbar
    gottgegeben sind, weswegen sich der Mensch dem nicht entziehen dürfe. Derartige
    Einstellungen sind zutiefst inhuman und fanatisch dogmatisch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;William James wird folgender Ausspruch zugeschrieben:&lt;/p&gt;

&lt;BLOCKQUOTE&gt;
    &lt;p&gt;Nimm irgendein noch so geringfügiges Verlangen irgendeines
    noch so schwachen Geschöpfes. Sollte es nicht allein um seiner
    selbst willen befriedigt werden? Wenn nicht, gib einen Grund
    dafür an.&lt;/p&gt;
&lt;/BLOCKQUOTE&gt;

&lt;p&gt;Dieser Forderung gilt es ganz besonders in Fällen wie diesem
    nachzukommen! Eine vernünftige Antwort Contra-Sterbehilfe in Fällen wie
    diesem habe ich noch von niemandem gehört.&lt;/p&gt;



&lt;h3&gt;Frage 2: Inzest&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Dieser Fall erregt mein Gemüt etwas weniger, doch auch hier geht um
    fragwürdige Moralvorstellungen und - 
    &lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/exit.php?url=aHR0cDovL251cnRleHQuemVpdC5kZS8yMDA3LzQ2L0luemVzdA==&amp;amp;entry_id=129&quot; title=&quot;http://nurtext.zeit.de/2007/46/Inzest&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://nurtext.zeit.de/2007/46/Inzest&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;bedenkt man den konkreten
        Anlaß&lt;/a&gt; - um unnötiges menschliches Leid.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich muß sagen, ich war, als ich die 
    &lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy50YWdlc3NjaGF1LmRlL2lubGFuZC9pbnplc3R1cnRlaWw0Lmh0bWw=&amp;amp;entry_id=129&quot; title=&quot;http://www.tagesschau.de/inland/inzesturteil4.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.tagesschau.de/inland/inzesturteil4.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Meldung
        vom dem Verfassungsgerichtsentscheid&lt;/a&gt; und darauf hin 
    &lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5sYXdibG9nLmRlL2luZGV4LnBocC9hcmNoaXZlcy8yMDA4LzAzLzEzLzY3MzYv&amp;amp;entry_id=129&quot; title=&quot;http://www.lawblog.de/index.php/archives/2008/03/13/6736/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.lawblog.de/index.php/archives/2008/03/13/6736/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;die
        Begründung des Gerichtes&lt;/a&gt; las, etwas überrascht. Damit hatte ich
    nicht gerechnet. Das Verfassungsgericht hat in der jüngeren Vergangenheit
    doch durchaus eine Reihe von Urteilen gefällt, die mich zu dem Schluß kommen
    ließen, dass die verschiedenen Argumente sorgfältig geprüft wurden. In
    diesem Fall hingegen sieht es doch sehr so aus, als ob hier weniger
    rationale Argumentation in der Entscheidungsfindung eine Rolle spiele, denn
    tradierte Vorstellungen zu einem Tabu&amp;#7787;hema.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn bei näherer Betrachtung ist das Urteil (vom Minderheitenvotum Hassemers
    abgesehen) in mindestens drei Punkten argumentativ grundsätzlich nicht zu 
    halten:&lt;br /&gt;

    &lt;ol&gt;
        &lt;li&gt;Die &lt;em&gt;Eugenik-Argumente&lt;/em&gt; überzeugen nicht:
        &lt;ol&gt;
            &lt;li&gt;Das Gesetz verbietet den vaginalen Geschlechtsverkehr, nicht aber den
            Akt der Zeugung an sich. In-Vitro-Befruchtungen wären rechtlich also
            statthaft. Daraus folgt wiederum, dass - wenn mit eugenischen
            Gesichtspunkten argumentiert wird - dass das Gesetz nicht zweckdienlich
            ist, zumal es heutzutage effektive Möglichkeiten zur Verhinderung einer
            Schwangerschaft gibt, so dass die Gleichung &quot;Geschlechtsverkehr = Fortpflanzung&quot;
            nicht länger zu akzeptieren ist.&lt;/li&gt;
            &lt;li&gt;Das Eugenikargument ist auch im Grundsatz fragwürdig. Denn wenn das 
            Eugenikargument statthaft wäre, dann müßte man sich doch fragen, warum es
            keine allgemeinen Gesetze zu dieser Problematik gibt. Warum etwa nicht 
            geregelt ist, ob zum Beispiel behinderte Menschen Nachwuchs zeugen dürfen
            oder ob Eltern, mit einer klaren Prädisposition für bestimmte schwere
            Erbkrankheiten, dieses Recht nicht ebenfalls abgesprochen werden
            müßte. Warum also beschränkt sich der Gesetzgeber, wenn die Eugenik das
            primäre Argument ist, darauf ein Szenario zu reglementieren, dass in der
            Realität ungleich seltener vorkommt als andere Szenarien?&lt;/li&gt;
        &lt;/ol&gt;&lt;/li&gt;
        &lt;li&gt;Wenn das Gesetz auch dem &lt;em&gt;Schutz der Ehe und Familie&lt;/em&gt; dienen soll und
        unterstellt wird, dass der Beischlaf unter verschiedengeschlechtlichen 
        Geschwistern diesem Ziel entgegenwirken würde, dann stellt sich doch die
        Frage, warum dies nur bei vaginalem, nicht aber oralem oder analem Sex der
        Fall sein soll? Die argumentativen Verenkungen der Richter auf diese
        Frage hätte ich gerne mal gehört...&lt;/li&gt;
    &lt;/ol&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich finde, dieses Urteil wäre ein lustiges Beispiel dafür, wie oft
    beim Thema Sex der Kopf ausgeschaltet wird, wenn es für das betroffene Paar
    nicht so bitter ernst wäre. Gedient wird mit dieser Rechtsprechung niemandem.&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 14 Mar 2008 00:23:48 +0100</pubDate>
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    <category>Ethik</category>
<category>Eugenik</category>
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<category>Religionskritik</category>
<category>Sterbehilfe</category>
<category>Verfassungsgericht</category>
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<item>
    <title>Schäuble beschwört den starken Staat (oder: Wahnvorstellungen eines Innenministers)</title>
    <link>http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/126-Schaeuble-beschwoert-den-starken-Staat-oder-Wahnvorstellungen-eines-Innenministers.html</link>
            <category>Politik</category>
            <category>Tacheles</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Lars Becker)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt; In der ZEIT &lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy56ZWl0LmRlLzIwMDcvNDcvU2NoYWV1YmxlLVJlZGU=&amp;amp;entry_id=126&quot; title=&quot;http://www.zeit.de/2007/47/Schaeuble-Rede&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.zeit.de/2007/47/Schaeuble-Rede&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;schreibt
        Wolfgang Schäuble eine Apologie seiner Politik&lt;/a&gt;. Er
    doziert, dass die Herrschaft des Rechts im modernen Rechtsstaat untrennbar
    mit der Durchsetzung des Rechts verknüpft ist. Leider vergisst er zu
    erwähnen, dass es - auch in der Domäne des Rechts! - so einfach denn auch
    nicht ist. Denn die Durchsetzung von Rechtsnormen ist keine binäre
    Angelegenheit. Es stellt sich eben nicht nur die Frage ob, sondern auch die Frage 
    &lt;em&gt;wie&lt;/em&gt; Rechtsnormen durchgesetzt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt; Schäuble doziert über große Theoretiker der Rechtsstaatlichkeit und mir
    bleibt fast der Atem weg, wenn ausgerechnet &lt;em&gt;er&lt;/em&gt; kurzerhand ex cathedra
    erklärt, dass &quot;manche aktuelle Diskussion in Deutschland&quot; bei Hobbes stehen
    geblieben sei. Dummdreist scheut er sich nicht en passant liberale Denker
    wie Locke und Mill für seine Position einzunehmen und anschließend alle
    konkreten rechtsphilosophischen Fragen, die man vielleicht erörtern sollte,
    wenn man neue Rechtsquellen schaffen will, ausblendet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist schon bemerkenswert, dass jemand, der Innenminister ist, und meint dem
    Leser noch etwas über &quot;moderne Rechtsstaatlichkeit&quot; erzählen zu können, den
    Begriff der &lt;strong&gt;Verhältnismäßigkeit&lt;/strong&gt; in diesem Kontext nicht 
    einmal erwähnt. Dabei ist eben jener Begriff aus dem Ideenkatalog moderner
    Rechtsstaatsbegriffe &lt;u&gt;nicht&lt;/u&gt; wegzudenken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt; Schäuble schreibt: &lt;q&gt;Das wichtigste Instrument im Kampf gegen den
        Terrorismus ist &lt;em&gt;intelligence&lt;/em&gt;&lt;/q&gt;. Gerade jenes Mittel,
    dass er so schön mit diesem Fremdwort zu verdecken sucht, gemeint ist
    geheimdienstliche Aufklärung, ist aber eines der problematischten 
    Gebiete wenn man über den &quot;modernen Rechtsstaat&quot; nachdenkt. 
    Denn: von allen staatlichen Einrichtungen sind die Geheimdienste jene
    die am ehesten Rechtsgüter gefährden und sich am ehesten der 
    rechtsstaatlichen Kontrolle entziehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt; Was Schäuble fordert (Aufhebung der Trennung von innerer und äußerer Sicherheit
    und der Einsatz geheimdienstlicher Methoden zunehmend auch außerhalb der
    Geheimdienste) führt eher zu einer Demontage, nicht zu einer Stärkung des 
    Rechtsstaates.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
    Der nicht gerade linksliberaler Umtriebe verdächtige 
    &lt;a
        href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy53ZWx0LmRlL3dlbHRfcHJpbnQvYXJ0aWNsZTEzNTQyNTQvV2VzdGVuX211c3NfV2VzdGVuX2JsZWliZW4uaHRtbA==&amp;amp;entry_id=126&quot; title=&quot;http://www.welt.de/welt_print/article1354254/Westen_muss_Westen_bleiben.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.welt.de/welt_print/article1354254/Westen_muss_Westen_bleiben.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;
        di Fabio schreibt in der Welt&lt;/a&gt; ganz treffend:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt; Man kann mit Blick auf die Extremlage den Grundsatz der
        Verhältnismäßigkeit nicht beliebig verschieben, nach dem Motto, die
        Sicherung des Landfriedens und des Lebensschutzes soll &quot;falls möglich
        mit milden Mitteln, aber zur Not-Wende auch mit härteren, geeigneten und
        erforderlichen Mitteln&quot; (Brugger) bis hin dann womöglich zu absolut
        unerlaubten Mitteln erfolgen dürfen. Eine Gesellschaft sollte sich nicht
        hysterisch in eine &quot;Not-Wende-Zeit&quot; hineinreden, in der jedes Mittel
        recht scheint, um zu überleben. Wer heute so katastrophenfixiert
        formuliert, könnte morgen eine solche Wirklichkeitswahrnehmung
        herbeigeredet haben.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;
    Und genau das dürfen wir nicht zulassen.&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 18 Nov 2007 23:07:00 +0100</pubDate>
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    <category>Freiheit</category>
<category>Rechtsstaatlichkeit</category>
<category>Schäuble</category>
<category>Sicherheit</category>
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    <title>Wahlmaschinen - nicht mit mir!</title>
    <link>http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/123-Wahlmaschinen-nicht-mit-mir!.html</link>
            <category>Hamburg</category>
            <category>Politik</category>
            <category>Tacheles</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Lars Becker)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt; Ich stelle mich seit einigen Jahren als &lt;em&gt;Wahlhelfer&lt;/em&gt; zur Verfügung.
    Diese Aufgabe ist zwar nicht besonders spannend, gleichwohl aber
    eine, die notwendigerweise erledigt werden muß. Nun erhielt ich
    wieder Post vom Bezirksamt, worauf ich leider entgegnen mußte,
    dass ich mir nicht sicher bin, ob ich mich wieder zur Verfügung
    stellen werden. Denn: mit der Einführung des &lt;strong&gt;digitalen
    Wahlstiftes&lt;/strong&gt; soll es, von Stichproben abgesehen, keine 
    regulären &lt;em&gt;öffentlichen Auszählungen&lt;/em&gt; mehr geben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
    Deshalb schrieb ich folgenden Brief und bitte jeden besorgten
    Hamburger Bürger &lt;strong&gt;jetzt&lt;/strong&gt;, &lt;em&gt;bevor&lt;/em&gt; der
    &lt;em&gt;Verfassungsausschuß&lt;/em&gt; darüber berät, seine Bedenken
    zu äußern und die Fachsprecher der Parteien anzuschreiben
    (Kontaktadressen weiter unten).&lt;/p&gt;


 &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/123-Wahlmaschinen-nicht-mit-mir!.html#extended&quot;&gt;&quot;Wahlmaschinen - nicht mit mir!&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 25 Oct 2007 21:04:29 +0200</pubDate>
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    <category>Demokratie</category>
<category>Wahlen</category>
<category>Wahlmaschinen</category>
<category>Wahlstift</category>
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    <title>Big Brother</title>
    <link>http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/115-Big-Brother.html</link>
            <category>Politik</category>
            <category>Tacheles</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Lars Becker)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
  Es ist sehr erstaunlich wie sich Mentalit&amp;auml;ten wandeln. W&amp;auml;hrend noch
  in der 80er-Jahren eine Volksz&amp;auml;hlung Massenproteste auszul&amp;ouml;sen
  vermochte werden zunehmend mehr &amp;Uuml;berwachungsma&amp;szlig;nahmen angedacht als
  jemals zuvor und &lt;a
    href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/exit.php?url_id=370&amp;amp;entry_id=115&quot; title=&quot;http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25159/1.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25159/1.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;das Volk schweigt&lt;/a&gt;.
  Die Privatssph&amp;auml;re wird zu einem gef&amp;auml;hrdetem Gut und
  der Staat selbst zur Bedrohung: &lt;q&gt;Der Grundsatz, lieber zehn Schuldige nicht zu bestrafen, als 
    einen Unschuldigen zu bestrafen, kann f&amp;uuml;r die Gefahrenabwehr nicht gelten.&lt;/q&gt;,
  meinte unl&amp;auml;ngst unserer amtierender Innenminister in einem
  Stern-Interview.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/115-Big-Brother.html#extended&quot;&gt;&quot;Big Brother&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 30 Apr 2007 00:36:36 +0200</pubDate>
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    <category>Datenschutz</category>
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    <title>Rettet den Volksentscheid!</title>
    <link>http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/114-Rettet-den-Volksentscheid!.html</link>
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    <author>nospam@example.com (Lars Becker)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt; Was die Hamburger CDU von der Volksgesetzgebung hält ist hinreichend
  bekannt: sie lehnt sie nicht nur ab, was ihr gutes Recht ist, sondern
  setzt sich in unschöner Regelmäßigkeit über Volksentscheide hinweg - selbst
  dann wenn, wie im Falle der Privatisierung des Landesbetriebes Krankenhäuser,
  drei-viertel aller Hamburger anderer Meinung sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt; Da ständige Kritik an übergangenen Volksentscheiden das Regieren auf
  Dauer etwas unbequem macht, weil man sich ständig öffentlich verteidigen muß,
  warum man sich schon wieder über einen Mehrheitsentscheid hinwegsetzte,
  plant die CDU &lt;em&gt;&quot;Verbesserungen im Wahlrecht&quot;&lt;/em&gt;. &quot;Verbesserungen&quot;, die 
  de facto darauf hinauslaufen werden, dass es zukünftig &lt;em&gt;sehr schwer&lt;/em&gt;
  werden wird, erfolgreich Volksbegehren und Volksentscheide zu initiieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
  So sollen z.B. Stimmen für Volksbegehren zukünftig nicht mehr auf der Straße
  gesammelt werden. Eintragungen zur Unterstützung eines Volksbegehrens
  sollen wieder ausschließlich auf den Ämtern vorgenommen werden. Die Quoren
  freilich sollen nicht reduziert werden und besondere Öffnungszeiten, etwa am
  Wochenende, sind ebenfalls nicht vorgesehen. Ein Schelm wer schlechtes dabei
  denkt...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
  Ein weiterer wesentlicher Punkt: Volksentscheide sollen von Wahlen entkoppelt
  werden. Das Argument der CDU ist fadenscheinig. Volksentscheide bekämen
  dadurch ein größeres Gewicht, da die allgemeinen Wahlen, dann nicht so viel
  Aufmerksamkeit von Ihnen abziehen würden. Darüber hinaus befürchtet die CDU
  eine Flut von Volksentscheiden, die in Anbetracht des komplizierteren
  Auszählungsablaufes aufgrund der Einführung des Kumulierens und
  Panaschierens nicht mehr zu bewältigen wären. Tatsache ist, ich spreche aus
  praktischer Erfahrung, dass &lt;em&gt;Volksentscheide&lt;/em&gt; zügig auszuzählen sind.
  Es ist ist eher anzunehmen, dass die CDU sich eine geringere Mobilisierung
  erhofft, was das Erreichen der hohen Quoten deutlich erschwerte und
  dementsprechend vom Volke unbehelligteres Regieren ermöglichte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
  Die Zeit drängt, deshalb gilt es &lt;b&gt;JETZT&lt;/b&gt; die &lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/exit.php?url_id=359&amp;amp;entry_id=114&quot; title=&quot;http://www.rettet-den-volksentscheid.de&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.rettet-den-volksentscheid.de&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Briefwahlunterlagen&lt;/a&gt;, anzufordern!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;b&gt;Update (1. März 2007, 19h):&lt;/b&gt; DPA hat vor rund drei Stunden den Erfolg des Volksbegehrens gemeldet. Wer sich noch nicht eingetragen hat, kann und sollte dies natürlich dennoch tun. Denn: je mehr Eintragungen, umso höher der symbolische Wert der Abstimmung.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 15 Feb 2007 23:55:00 +0100</pubDate>
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    <category>CDU</category>
<category>Demokratie</category>
<category>Plebiszite</category>
<category>Volksentscheide</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.5/deed.de</creativeCommons:license>
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    <title>Unverständnis</title>
    <link>http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/110-Unverstaendnis.html</link>
            <category>Politik</category>
            <category>Tacheles</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Lars Becker)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
- ist die politisch korrekte Überschrift für das, was ich eigentlich dachte. Nämlich: &quot;Wie dumm darf man eigentlich sein, wenn man Regierungsämter bekleidet und folgenschwerste Entscheidungen treffen muß?&quot; Je länger und intensiver ich mich mit dem Nahost-Konflikt beschäftige, umso größer wird mein Unverständnis für die israelische Politik - und auch für die europäische und amerikanische Außenpolitik, die sich weitestgehend aufs Zuschauen beschränkt, während das Elend, getrieben von irrsinnigen Eskalationsstrategien vorallem von Seiten Israels, zunehmend größer wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Diese Politik ist unwürdig, unmoralisch und unvernünftig. So nicht!&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 03 Jul 2006 23:31:02 +0200</pubDate>
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    <category>Israel</category>
<category>Nahost-Konflikt</category>
<category>Palästina</category>
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    <title>Ja, wo leben wir denn?</title>
    <link>http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/100-Ja,-wo-leben-wir-denn.html</link>
            <category>Hamburg</category>
            <category>Politik</category>
            <category>Tacheles</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Lars Becker)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
In der CBD, der &lt;em&gt; Christlichen Bundesrepublik Deutschland&lt;/em&gt;? Da plant von der Leyen ein &quot;Bündnis für Erziehung&quot; und lädt zu diesem Bündnis nur Vertreter der beiden großen christlichen Kirchen ein. Andere Weltanschauungsverbände bleiben &quot;zunächst&quot; außenvor, könnten sich später aber gerne anschließen, man sei ja offen. Als Grund gibt von der Leyen das immer wieder gerne strapazierte Argument, dass unsere gesamte Kultur nunmal auf der christlichen Kultur fusse. Ich würde dagegen halten: ein Gutteil unserer Kultur fußt darauf, das wir uns von einer christlichen Kultur freigemacht haben und dieser einen angemesseneren, bescheideneren Platz zugemessen haben. Letztendlich sind dies aber Scheingefechte, da derartige Begründungen moralischer Normen ohnehin nichts taugen, da sie auf einem naturalistischem Fehlschluß, dem Schluß von einem Sein aufs Sollen, beruhen. Entscheidend ist, dass von der Leyen einen reaktionären Kreuzzug startet wider andere Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften. Und da ist sie in der CDU bei weitem nicht alleine. Es scheint fast so, als wollten die gegenwärtigen Akteure den Vorwürfen altgedienter Mitglieder, die CDU verabschiede sich zunehmend vom C, weil die christliche Soziallehre zunehmend weniger beachtet würde, damit entgegnen wollen, dass sie einfach etwas mehr C verordnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
So forderte Stoiber, der noch vor wenigen Wochen auf dem Hoch des Karrikaturenstreits die &quot;westliche Kultur&quot; samt Meinungs- und Pressefreiheit verteidigte, auf einmal ein Verbot der Fernsehserie &quot;Popetown&quot;. Christliche Symbole sind eben doch etwas heiliger als andere. Andere in der Union waren da schlauer und forderten schon als es noch um Mohammed ging, vermutlich in ahnender Voraussicht, eine Verschärfung der gesetzlichen Bestimmungen, so dass die &quot;Verhöhnung religiöser Symbole&quot; schneller bestraft werden können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In NRW wiederum unternimmt die frisch an die Macht gekommene CDU einen Anlauf, einen Gottesbezug ins Schulgesetz zu bekommen. So gibt es einen Kabinettsbeschluss, dass &quot;Ehrfurcht vor Gott&quot; Erziehungsziel werden soll und wohl auch wird, wenn der Entwurf nicht noch geändert wird. In dieses Bild passt dann auch wenn Günther Oettinger (Ministerpräsident BW und natürlich auch CDU...) auf einem Neujahrsempfang sagt, dass ihm Muslime lieber seien als &quot;Scientologen oder Atheisten&quot;. Klar, Gottlose sind gefährlich...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ärgerlich auch die kleinen Geschehnisse in der Verwaltung. So sind zum Beispiel in den letzten zehn Jahren in den meisten CDU-geführten Bundesländern die Gebühren, die das Standesamt beim Kirchenaustritt erhebt, konsequent erhöht worden. Auch in Hamburg wurden nach der Machtübernahme der CDU die Gebühren kräftig erhöht, wie ich am eigenen Leibe erfahren durfte, als den noch zu schildernden Vorfall als Anlass nahm lange gehegte Austrittsgedanken umzusetzen. Ich wünschte, ich hätte nicht so lange gewartet.. Mittlerweile kostet der Kirchenaustritt 32 Euro. Ziemlich dreist, wenn man bedenkt, dass die viele Menschen eher unfreiwillig Mitglied wurden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Aber das alles sind Kleinigkeiten, auch wenn sie gut ins Bild passen. &lt;em&gt;Das derzeit mit Abstand ärgerlichste Vorgehen in Punkto politisch verordneter Rechristianisierung&lt;/em&gt; ereignet sich zur Zeit in der Hansestadt. Dort wird von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt an zwei Staatsverträgen mit der &quot;Christlichen Evangelisch-Lutherischen Kirche&quot; und dem &quot;Heiligen Stuhl&quot; gewerkelt. Diese Staatsverträge haben es in sich! Nach außen hin tut der Senat, so als handle es um einen lange überfälligen Vertrag mit den Kirchen und betont gerne, dass &lt;i&gt;alle&lt;/i&gt; Bundesländer mit Ausnahme Hamburgs schon lange solche Verträge haben. Das ist aber ein schlechtes und vorallem irreführendes Argument. &lt;u&gt;Verschwiegen wird worum es vorallem geht: um Geld und Privilegien.&lt;/u&gt; Besonders ärgerlich: der Vertrag wird auf unbegrenzte Zeit abgeschlossen und ist quasi unkündbar (eine Kündigung zöge &lt;em&gt;erhebliche&lt;/em&gt; Entschädigungszahlungen nach sich). Der Jurist Dr. Joachim Granzow hat hierzu ein sehr schönes Papier angefertigt, welche en detail die &lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/exit.php?url_id=352&amp;amp;entry_id=100&quot; title=&quot;http://www.22587hamburg.de/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.22587hamburg.de/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Vertragsbedingungen samt kritischer Würdigung&lt;/a&gt; aufzählt. Ich empfehle jedem Hamburger einen Blick zumindest auf die Zusammenfassung zu werfen, da es wirklich jeden betrifft und sich dann das geradezu skandalöse Ausmaß der Geschichte erschließt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/100-Ja,-wo-leben-wir-denn.html#extended&quot;&gt;&quot;Ja, wo leben wir denn?&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 21 Apr 2006 07:00:00 +0200</pubDate>
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    <category>CDU</category>
<category>Kirche</category>
<category>Subventionen</category>
<category>Verträge</category>
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    <title>Wider den Terror!</title>
    <link>http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/90-Wider-den-Terror!.html</link>
            <category>Gesellschaft</category>
            <category>Politik</category>
            <category>Tacheles</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Lars Becker)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Gestern oder vorgestern las ich irgendwo von einem Wecker-Konzert, das abgesagt wurde, weil die NPD Druck ausübte und androhte bei der Veranstaltung massive Präsenz zu zeigen. Natürlich ärgerte es mich sehr, dass diese Gesindel dermaßen viel Einfluß mit ihren Terrordrohungen ausüben kann. Allerdings verstand ich, bis zu einem gewissen Grade, auch die Reaktionen des Landrates vor Ort, der sich negative Publicity und möglicherweise handfeste Auseinandersetzungen ersparen wollte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Was ich aber &lt;i&gt;überhaupt nicht&lt;/i&gt; mehr verstehe ist die Reaktion der CDU-Bundestagsfraktion. So sah ich eben auf den 
&lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/exit.php?url_id=274&amp;amp;entry_id=90&quot; title=&quot;http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5330818_REF1,00.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5330818_REF1,00.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Seiten der Tagesschau&lt;/a&gt;, dass der Bundestag gestern offenbar über den Vorfall debattierte und die CDU nicht nur den Landrat verteidigte, sondern auch die Rechtfertigung für die Entscheidung. So sehr ich die &lt;i&gt;psychologischen&lt;/i&gt; Beweggründe der Entscheidungsträger vor Ort verstehen kann und sie durchaus auch als Rechtfertigung für die Entscheidung des Landrates akzeptieren kann, so wenig kann ich die die Äußerungen der CDU-Bundestagsfraktion gutheißen, von der man mit Fug und Recht erwarten können sollte, dass sie die &lt;i&gt;politische Dimension&lt;/i&gt; des Vorfalles erfasst, angemessen würdigt und zu dem Schluß käme, dass dieses Verhalten zwar vielleicht menschlich verständlich, aber in der Sache falsch war!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Wo kämen wir denn hin, wenn wir uns von diesen &lt;i&gt;Terroristen&lt;/i&gt; (ihre Methode ist die des Terrors: Verbreitung von Angst und Schrecken zur Erreichung eigener Ziele) dergestalt diktieren ließen, welche Veranstaltung in welchen Orten stattfinden dürfen? Müßte man aufgrund der Positionen der CDU in anderen Terror-Kontexten von Ihr nicht eigentlich in besonderem Maße Wehrhaftigkeit erwarten dürfen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Angesichts der Situation in vielen ostdeutschen Regionen, aus denen immerhin ein so unschöner Begriff wie &quot;National-Befreite-Zone&quot; stammt,  wäre Wehrhaftigkeit angesagt, Schranken-Setzen, statt stilles Dulden, das bislang überhaupt nicht dazu geführt hat, dass der braune &quot;Bodensatz&quot; weniger wird. Im Gegenteil. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Wir müssen unsere liberalen Werte verteigen wenn wir sie nicht verlieren wollen.&lt;br /&gt;
Kampf den Terrorismus!&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 16 Mar 2006 00:01:00 +0100</pubDate>
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    <category>CDU</category>
<category>Politische Hygiene</category>
<category>Rechtsextremismus</category>
<category>Terrorismus</category>
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</item>
<item>
    <title>Boycott Sony, Now!</title>
    <link>http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/77-Boycott-Sony,-Now!.html</link>
            <category>Tacheles</category>
            <category>Technik</category>
            <category>Wirtschaft</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Lars Becker)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Ich überlegte bereits mehrfach darüber zu schreiben, aber es mangelte an Lust oder Zeit oder aber die Sehnen in meiner Hand machten mir einen Strich durch die Rechnung. Worum geht es?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Sony BMG hat in Amerika Audio-CD&#039;s ausgeliefert, die einen &quot;neuartigen Kopierschutzmechanismus&quot; beinhalten, der sich, wenn man MS Windows verwendet, ungefragt und heimlich tief in das System des Benutzers installiert und dabei die meisten Spuren verwischt. Im IT-Jargon nennt man ein solches &lt;i&gt;Schadprogramm&lt;/i&gt; ein Rootkit. In aller Kürze ein paar Fakten:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Nach deutschem Recht würde das Sony-Rootkit vermutlich den Straftatbestand der Datenmanipulation erfüllen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Das Rootkit schafft Einfalltore für weitere Schadprogramme. Es gefährdet somit die Systemstabilität.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;So wie sich die Ereignisse entwickeln, scheint sich nun auch noch abzuzeichnen, dass Sony BMG in dem Schadprogramm &lt;i&gt;illegalerweise&lt;/i&gt; &lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/exit.php?url_id=279&amp;amp;entry_id=77&quot; title=&quot;http://www.heise.de/newsticker/meldung/66423&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.heise.de/newsticker/meldung/66423&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Code aus OpenSource-Projekten verwendet&lt;/a&gt;, die unter der LGPL und GPL-Lizenz stehen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Alles in allem ein waschechter &lt;i&gt;Skandal&lt;/i&gt;, bei dem ich insbesondere den letzten oben aufgeführen Punkt bemerkenswert finde. Während der Konzern nicht müde wird auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene für eine &quot;Stärkung des Urheberrechts&quot; einzutreten und Schwarzkopierer liebend gerne stärkstens bestrafen würde, scheint es nun so, als hätte Sony BMG, bzw. die von ihr beauftragte Firma &lt;i&gt;First 4 Internet&lt;/i&gt;, das Urheberrecht verletzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Skandlös auch die Reaktionen Sony BMG&#039;s. Exemplarisch ist ein Zitat des Sony BMG-Präsidenten, welches der amerikanische IT-Sicherheitsspezialist &lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/exit.php?url_id=281&amp;amp;entry_id=77&quot; title=&quot;http://www.schneier.com/blog/archives/2005/11/sonys_drm_rootk.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.schneier.com/blog/archives/2005/11/sonys_drm_rootk.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Bruce Schneier&lt;/a&gt; wiedergibt:&lt;br /&gt;

&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;
On Nov. 4, Thomas Hesse, Sony BMG&#039;s president of global digital business, demonstrated the company&#039;s disdain for its customers when he said, &quot;Most people don&#039;t even know what a rootkit is, so why should they care about it?&quot;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;b&gt;Ich will es nicht verhehlen:&lt;/b&gt; ich hoffe auf harte Urteile, einen ordentlichen finanziellen Schaden und darauf, dass es einige Jahre dauern wird, bis der Imageverlust ausgebügelt wurde. Ich habe vor, aufgrund dieser skandalösen Software und den noch viel skandalöseren Reaktionen, der deutschen Vertetung von Sony BMG einen Protestbrief zu schicken, und im nächsten halben Jahr keine Produkte dieses Konzerns zu kaufen und rufe hiermit jeden Leser, zumindest für das Weihnachtsgeschäft, zum Boykott von Sony BMG-Produkten auf!&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/77-Boycott-Sony,-Now!.html#extended&quot;&gt;&quot;Boycott Sony, Now!&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 21 Nov 2005 03:32:50 +0100</pubDate>
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    <category>Boykott</category>
<category>Security</category>
<category>Skandale</category>
<category>Sony BMG</category>
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</item>
<item>
    <title>Überall PISA</title>
    <link>http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/72-UEberall-PISA.html</link>
            <category>Bildung</category>
            <category>Tacheles</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Lars Becker)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Die PISArisierung der Medien geht mir gehörig auf den Nerv und scheint mir symptomatisch für den Umgang mit dieser Studie. Sie wird zunehmend weniger ernst genommen. Da strahlt die ARD nach PISA benannte &amp;#8222;Ländertests&amp;#8220; aus, an der auch ein Professor Prenzel gerne mitwirkt, ohne zu bemerken, dass dies vielleicht nicht sehr sachdienlich ist, weil es dazu beiträgt, die Bedeutung PISA&#039;s weiter auf den Ranking-Aspekt zu verengen (getreu dem Motto &amp;#8222;Wer hat den längsten?&amp;#8220;) und der Studie zunehmend mehr Event-Charakter zu verleihen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/72-UEberall-PISA.html#extended&quot;&gt;&quot;Überall PISA&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 03 Nov 2005 02:46:51 +0100</pubDate>
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    <category>Chancengerechtigkeit</category>
<category>PISA</category>
<category>Schule</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.5/deed.de</creativeCommons:license>
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<item>
    <title>Na endlich!</title>
    <link>http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/67-Na-endlich!.html</link>
            <category>Tacheles</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Lars Becker)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
... &lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/exit.php?url_id=170&amp;amp;entry_id=67&quot; title=&quot;http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21130/1.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21130/1.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;äußert sich ein prominenter und einflussreicher Christ positiv zur aktiven Sterbehilfe&lt;/a&gt;! Vermutlich ist es auch ein fieser Zug in mir, dieses Fünkchen Gehässigkeit, dass ich eben verspürte und artikulierte. Warum? Weil katholische und evangelische Würdenträger nahezu jede Überlegung zur Sterbehilfe, oftmals in einer mir ziemlich selbstgerecht erscheinenden Art, verdammen und dies letztlich nur damit zu begründen wissen, dass es Gottes Wille sei, jemanden der an seinem Leben in für ihn unerträglicher Weise leidet, weiter leiden zu lassen. Daran dürfe der Mensch nichts ändern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ich teile diese Haltung nicht nur deshalb nicht, weil mich eine derartige einfache Argumentation aufgrund mangelnden Vertrauens in die christliche Dogmatik nicht zu überzeugen weiß, sondern weil ich sie im Grundsatz für unmenschlich und nicht, wie gerne vorgegeben, human halte. Insofern erfreuen mich derartige Äußerungen natürlich und ich hege durchaus die Hoffnung, dass irgendwann auch ein innerkirchlicher Rechtfertigungsdruck entstehen wird, der vielleicht beizeiten (wenn auch nicht mehr zu meiner...) zu einer Revision der Lehre führen wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Erfreulich ist die Diskussion auch aus einem anderen Grund. Je mehr Aufmerksamkeit dem Thema im Allgemeinen gewidmet wird, umso mehr Aufmerksamkeit erfährt auch das Thema passive Sterbehilfe und vorallem auch die Frage einer zufriedenstellenden palliativmedizinischen Versorgung, die leider viel zu oft unbefriedigend bleibt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/67-Na-endlich!.html#extended&quot;&gt;&quot;Na endlich!&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Thu, 13 Oct 2005 00:25:31 +0200</pubDate>
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    <category>Sterbehilfe</category>
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    <title>Farbe Bekennen!</title>
    <link>http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/52-Farbe-Bekennen!.html</link>
            <category>Tacheles</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Lars Becker)</author>
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    &lt;p&gt;
Bislang übte ich bei medialen Meinungsäußerungen (etwa in Weblogs, in Foren, im Usenet, in Leserbriefen und Artikeln) eher Zurückhaltung. Natürlich äußerte ich mich zu konkreten Sachfragen, mitunter sogar sehr nachdrücklich. Welche Partei ich aber wähle oder bei welchen Organisationen ich Mitglied bin, höchst selten und zumeist eigentlich nur in indirekter Form.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Gründe dafür sind vielschichtig. Wesentlichen Anteil daran hat sicherlich eine Gewohnheit, die noch aus Überzeugungen der Mittel- und Oberstufenzeit herührt. Die Überzeugung, dass es so etwas wie absolute
Wahrheiten auch jenseits der Logik gäbe, und jene, dass viele Fragen &quot;wertfrei&quot; zu klären, in jedem Fall aber wertfrei darstellbar seien.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Diese Überzeugungen, die ich heute für etwas naiv halte, machten sich naturgemäß in einer entsprechenden Haltung bemerkbar. Natürlich bezog ich Position zu sehr konkreten Fragen, etwa ob die Nutzung der Atomenergie sinnvoll sei, oder ob und wann Abtreibungen legal sein sollten, wie auch zu eher allgemeineren, etwa wie ich mir eine gerechte Gesundheits- oder eine vernünftige Sicherheitspolitik vorstelle. Und zu Wahlzeiten oder im Politikunterricht machte ich, wenn mich jemand fragte, auch nie einen Hehl daraus, welche Partei in der jeweiligen Frage, aus meiner Sicht die vernünftigeren Antworten habe.&lt;br /&gt; 
Eines jedoch vermied ich stehts: mich allgemeiner festzulegen. Mündlich vielleicht noch, aber schriftlich? Blos nicht! Konnte ich denn wissen, ob die jeweilige Partei auch morgen noch &quot;vernünftige&quot; Antworten bieten würde?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/52-Farbe-Bekennen!.html#extended&quot;&gt;&quot;Farbe Bekennen!&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Tue, 13 Sep 2005 23:46:19 +0200</pubDate>
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    <category>Indifferenz</category>
<category>Wahlen</category>
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    <title>Total Egal?</title>
    <link>http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/45-Total-Egal.html</link>
            <category>Politik</category>
            <category>Tacheles</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Lars Becker)</author>
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    &lt;p&gt;
Meine Wahlkampfaktivitäten halten sich in diesem Jahr in sehr engen Grenzen und ich habe kaum ein schlechtes Gewissen, nicht zuletzt auch deshalb nicht, weil ich vermute das &quot;Angie&quot; nicht mehr zu verhindern ist. Trotz sinkender Umfragewerte der CDU zeigen die Zeichen auf Wechsel, auch wenn die dazugehörige Wechselstimmung fehlt. Nachdenklich stimmt mich die Haltung von einigen Freunde und Bekannten. So hörte ich von einem durchaus gebildeten Zeitgenosse, dass er nicht traurig drum ist, nicht wählen zu können (er hatte als &quot;Auslandsdeutscher&quot; die knappe Frist zur Eintragung ins Wählerverzeichnis versäumt), &quot;bei der Auswahl&quot; und eine gute Freundin erzählte mir letzte Woche beim Flanieren an der Alster, dass auch sie manchmal das Gefühl habe, dass es im Grunde egal ist, wer am Ruder sitzt. Und gestern &lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/exit.php?url_id=100&amp;amp;entry_id=45&quot; title=&quot;http://blog.krutisch.de/archives/202-Wenn-die-Merkel-mit-dem-Kirchhof....html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.krutisch.de/archives/202-Wenn-die-Merkel-mit-dem-Kirchhof....html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;schreibt Jan in seinem Weblog&lt;/a&gt;: &lt;cite&gt;Ich fürchte: Wer immer diese dämliche Wahl gewinnt, meine Stimme hat er nicht.&lt;/cite&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das macht mich betroffen. Nicht weil ich die zugrunde liegende Frustration grundsätzlich nicht verstehen könnte, sondern weil ich die aus ihr resultierende &quot;Es-ist-Egal-Haltung&quot; falsch finde. Denn es ist eben nicht egal! Es gibt Unterschiede zwischen den Parteien. Gravierende Unterschiede. Und es wird unterschiedliche Auswirkungen haben, ob Schwarz-Gelb, Schwarz-Rot oder Rot-Grün gewählt wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Wer dies nicht glaubt, der schaut zu sehr auf die Oberfläche. Natürlich hat Schröder sich geirrt, als er dachte, er könne versprechen, dass die Zahl der Arbeitslosen nennenswert reduziert werden wird. Und natürlich wird auch das CDU-Programm &quot;Vorfahrt für Arbeit&quot; keine Vollbeschäftigung bringen. Hinsichtlich des Merkmales &quot;Beschäftigungszahlen&quot; vermute ich in der Tat keine  großen Unterschiede. Das aber täuscht mich nicht darüber hinweg, dass das Klima im Lande je nach Parteiengespann ein anderes sein wird. Das die jeweiligen Gesundheits-, Sozial-, Familien- und Bildungspolitiken teilweise sehr unterschiedliche Ansätze verfolgen, die sich mitunter sogar diametral gegenüber stehen. Leute, macht die Augen auf und geht wählen!&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 04 Sep 2005 21:42:51 +0200</pubDate>
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    <category>Wahlen</category>
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    <title>Warum trifft es immer die falschen?</title>
    <link>http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/17-Warum-trifft-es-immer-die-falschen.html</link>
            <category>Tacheles</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Lars Becker)</author>
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    &lt;p&gt;
Okay, ich bin böse. Diese Frage habe ich mir nicht wirklich gestellt, obgleich ich nicht leugnen kann, dass auch dieses Mal wieder Aggressionen in mir aufkamen. Worum geht es?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die südafrikanische Gesundheitsministerin Tshabalala-Msimang stellt, wie ich gestern in der NZZ von vorgestern las, die Wirksamkeit von Aids-Medikamenten in Frage. Das staatliche Programm für die kostenlose Abgabe von antiviralen AIDS-Medikamenten solle nicht länger Priorität haben. Stattdessen solle besser erforscht werden welche schädlichen Nebenwirkungen diese Medikamente haben. AIDS-Kranke sollten sich überlegen ob sie ihre Krankheit mit Medikamenten oder &lt;i&gt;&quot;gesunder Ernährung&quot;&lt;/i&gt; bekämpfen wollen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Traurig an dem Artikel sind jedoch weniger die Entgleisungen einer offensichtlich untauglichen Gesundheitsministerin, als die Tatsache, dass der Präsident sich ob solcher Äußerungen nicht gezwungen sieht, seine Ministerin zu entlassen. Präsident Mbeki, so ist zu lesen, habe seine Landsleute bislang noch nie zur Verwendung von Kondomen aufgefordert. Und das in einem Land mit geschätzten 5,3 Millionen HIV-infizierten Menschen!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im gleichen Artikel ist zu lesen, dass Matthias Rath, der hierzulande durch Mißbrauch des Doktor-Titels und auch durch hahnebüchende Behauptungen zu der Kraft der Vitamine auffiel, jetzt wohl verstärkt in Afrika sein Glück versucht, um dort seine &quot;heilbringenden&quot; Vitamine für viel viel Geld an leidende Menschen zu verkaufen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Moral von der Geschichte? Die Vernunft hat mal wieder einen schweren Stand - mit fatalen Folgen! Würden die Mbekis, Tshabalala-Msimangs, Raths, Wojtilas und Ratzingers dieser Welt so reden, wären sie selbst oder nahe Angehördige betroffen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Würden sie so denken? Egal ob sie es würden, sie wären die falschen Leute am falschen Platz. &lt;i&gt;Denn&lt;/i&gt; würden sie so denken, dann wären sie zwar vielleicht moralisch integere Menschen, aber eben dumm durch Fanatismus oder ob mangelnder Intelligenz und Bildung. Täten sie es nicht,  so zeigte es, dass sie sie bislang gedankenlos agierten - oder schlimmer noch, dass es sie nicht scherte. Hinfort mit Ihnen!&lt;/p&gt;

 
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    <pubDate>Thu, 19 May 2005 02:52:00 +0200</pubDate>
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    <category>Afrika</category>
<category>AIDS</category>
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    <title>Verlogen</title>
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            <category>Gesellschaft</category>
            <category>Tacheles</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Lars Becker)</author>
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    &lt;p&gt;Wer mich gut kennt weiß, dass ich eine Schwäche für die Katholische Kirche habe. Sie unterhält mich besser als das aufgeklärtere Protestantum hier oben. Die Kirchengeschichte liefert eindrucksvolle Beispiele von Machtge- und -mißbrauch. Sie liefert Stoff für wundervolle Geschichten wie Umberto Ecos &quot;Im Namen der Rose&quot;. Ihre Symbolwelt ist reichhaltig. Und die konservativen Herren scheuen keine Stellungnahme und bleiben somit zumindest nicht konturlos.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://vernetzt.org/lars/weblog/archives/6-Verlogen.html#extended&quot;&gt;&quot;Verlogen&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Thu, 07 Apr 2005 20:03:00 +0200</pubDate>
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    <category>Medien</category>
<category>Papst</category>
<category>Religion</category>
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